Kenny Omega spricht offen über seinen körperlichen Zustand: Eine Vertragsfrage bleibt komplizierter als gedacht

Kenny Omega hat endgültig genug

Kenny Omega blickt nach einem der größten Matches seiner jüngeren Karriere auf eine schwierige Phase zurück. Gleichzeitig rückt auch seine langfristige Zukunft bei AEW wieder stärker in den Fokus, wobei die Situation komplizierter ist, als ein mögliches Vertragsende im kommenden Jahr zunächst vermuten lässt.

Kenny Omega spricht offen über die körperlichen Folgen von All In

Im Gespräch auf „ShidaTube“ mit Hikaru Shida blickte Omega auf sein AEW World Championship Match gegen Will Ospreay bei All In im Wembley Stadium zurück. Der frühere AEW World Champion bezeichnete die Begegnung als möglicherweise härtestes Match seiner gesamten Karriere. Dabei sprach er ungewöhnlich offen darüber, dass er inzwischen auch die Auswirkungen seines Alters wahrnehme.

Omega erklärte, dass seine körperliche Kraft allmählich nachlasse und er schwächer werde. Dennoch habe er in Wembley alles gegeben, was ihm an diesem Abend möglich gewesen sei. Die Niederlage vor rund 50.000 Zuschauern ändert deshalb nichts an seiner Einschätzung seiner Leistung. Er habe sämtliche Reserven mobilisiert und könne sich rückblickend nichts vorwerfen. Während des Interviews waren die körperlichen Spuren des Matches noch sichtbar. Emotional habe er die Niederlage nach eigener Aussage jedoch bereits verarbeitet.

Großes Lob für Will Ospreay

Omega nutzte den Rückblick gleichzeitig, um den neuen AEW World Champion hervorzuheben. Er zeigte sich nicht nur stolz auf seine eigene Leistung, sondern erklärte ausdrücklich, ebenso stolz auf Ospreay zu sein. Damit stellte Omega weniger die Enttäuschung über das verlorene Titelmatch als vielmehr die Bedeutung des gemeinsamen Matches in den Vordergrund.

Seine Botschaft zum Abschluss war dabei eindeutig: Wembley soll zwar zu den besonderen Erinnerungen seiner Karriere gehören, aber keinesfalls deren Schlusspunkt darstellen. Omega erklärte ausdrücklich, dass dies „nicht das Ende“ sei, und bat die Fans darum, ihn auch beim nächsten Mal wieder zu unterstützen. Ein konkretes Datum für seine Rückkehr ins AEW-TV nannte er allerdings nicht. Wann genau Omega wieder für die Promotion auftreten wird, bleibt damit weiterhin offen.

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Kenny Omega auch bei AEW All Out nicht eingeplant

Inzwischen gibt es zumindest für AEW All Out Klarheit. Wie Fightful Select am Samstag berichtete, ist Omega an diesem Wochenende nicht für die Veranstaltung eingeplant. Demnach gibt es auch keine kreativen Pläne für einen Auftritt des ehemaligen AEW-World-Champions bei der Veranstaltung. Damit bleibt Omegas Match gegen Will Ospreay bei All In: London am 30. August vorerst sein letzter Auftritt im AEW-TV. Seit der Niederlage im Wembley Stadium war der 42-Jährige nicht mehr im Programm der Promotion zu sehen.

Omegas Körper bleibt ein entscheidender Faktor

Seit seiner Rückkehr nach der langen gesundheitlichen Pause erlebt er nach eigener Aussage bessere und schwierigere Tage. Vor dem Match gegen Ospreay hatte er unter anderem offen darüber gesprochen, dass ihn die Sorge beschäftige, seinen eigenen Ansprüchen körperlich möglicherweise nicht mehr dauerhaft gerecht werden zu können.

Karl Anderson nennt 2027 als Vertragsjahr für Kenny Omega

Parallel zu den Aussagen von Omega sorgt Karl Anderson für neue Aufmerksamkeit rund um dessen AEW-Vertrag. Im „Talk’N Shop“-Podcast erklärte Anderson, dass Omegas aktueller Vertrag im kommenden Jahr auslaufen werde. Diese Aussage deckt sich grundsätzlich mit früheren Berichten über die Vertragslaufzeit Omegas. Der Kanadier hatte 2023 gemeinsam mit weiteren Mitgliedern von The Elite einen neuen, langfristigen Vertrag bei AEW unterschrieben. Fightful berichtete später von einer vierjährigen Vereinbarung, sodass ein reguläres Vertragsende im Jahr 2027 plausibel wäre.

Anderson nahm die Situation zum Anlass, grundsätzlich über eine Wrestling-Generation zu sprechen, zu der neben Omega auch Matt und Nick Jackson gehören. Er betonte, dass vielen Fans womöglich erst nach dem Karriereende solcher Wrestler vollständig bewusst werde, welchen Einfluss sie auf die Entwicklung der Branche gehabt hätten. Von einem bevorstehenden Rücktritt Omegas berichtete Anderson allerdings nicht.

Warum 2027 nicht zwangsläufig das tatsächliche Vertragsende bedeutet

Bei Omegas Vertrag gibt es zudem eine wichtige Besonderheit. Frühere Berichte von Fightful wiesen darauf hin, dass AEW die Möglichkeit besitzt, zusätzliche Vertragszeit aufgrund von Verletzungs- beziehungsweise Ausfallzeiten anzurechnen. Gerade bei Omega könnte dies relevant werden. Aufgrund seiner schweren Divertikulitis und der daraus resultierenden langen Pause fiel er über einen erheblichen Zeitraum aus.

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Sollte AEW von einer entsprechenden Klausel Gebrauch machen, könnte sich seine vertragliche Bindung deshalb über das regulär erwartete Jahr 2027 hinaus verlängern. In früheren Berichten wurde in diesem Zusammenhang sogar 2028 als mögliches Szenario genannt. Deshalb wäre es derzeit zu früh, 2027 als definitiv feststehendes Ende seiner AEW-Zeit zu betrachten. Fest steht lediglich, dass sich Omegas derzeitiger Vertrag nach den bekannten ursprünglichen Laufzeiten im kommenden Jahr einem wichtigen Punkt nähert.

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