– Ein juristisches Tauziehen rund um Vince McMahon hat in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Während das 2. US-Berufungsgericht in New York entschied, dass McMahons Anwalt zu Unrecht 208 Dokumente vor der Grand Jury zurückgehalten hatte, hat die Bundesanwaltschaft in Manhattan die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den ehemaligen WWE-Vorsitzenden überraschend eingestellt.
Gericht kippt Geheimhaltung – McMahons Vertuschungen enthüllt?
Laut Associated Press bestätigten drei Richter des 2. US-Berufungsgerichts eine frühere Entscheidung, wonach die Dokumente nicht durch das Anwaltsgeheimnis geschützt seien. Das Gericht berief sich auf eine Ausnahmeregelung für „Verbrechen oder Betrug“ und folgerte, dass die zurückgehaltenen Unterlagen im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Versuch standen, Millionenabfindungen vor der WWE und deren Wirtschaftsprüfern zu verschleiern.
Die Untersuchungen richteten sich gegen McMahon und seinen Anwalt, die interne Richtlinien der WWE umgangen und mutmaßlich falsche Unterlagen erstellt haben sollen, um die Zahlungen zu verbergen. Dabei geht es unter anderem um einen Vergleich über 3 Millionen Dollar mit einer ehemaligen Mitarbeiterin sowie eine weitere Zahlung von 7,5 Millionen Dollar an eine andere Ex-Angestellte.
Obwohl McMahon in der Gerichtsentscheidung nicht namentlich genannt wurde, bestätigte eine mit dem Fall vertraute Quelle, dass es sich bei der beschriebenen Person um den langjährigen WWE-Boss handelt.
Das Gericht ordnete an, dass sämtliche relevanten Dokumente an die Grand Jury übergeben werden müssen, da sie als Teil eines mutmaßlichen Plans gewertet werden, um die WWE und deren Prüfer über die Vorfälle im Dunkeln zu lassen.
Besonders brisant: Die US-Börsenaufsicht SEC hatte McMahon bereits mit einer Strafe von 400.000 US-Dollar belegt und ihn zur Rückzahlung von 1,3 Millionen US-Dollar an WWE verpflichtet. Doch es schien, als würden weitere Konsequenzen drohen.
Ermittlungen ohne Anklage eingestellt – McMahon kommt ungeschoren davon?
Trotz dieser brisanten Entwicklungen erklärte McMahons Anwalt Robert W. Allen am 12. Februar 2025 gegenüber der New York Post, dass die strafrechtlichen Ermittlungen gegen seinen Mandanten endgültig eingestellt wurden. Laut Allen sei dies das erwartete Ergebnis einer Berufung in einer Verfahrensfrage, die bereits vor fünf Monaten verhandelt worden war. Er betonte, dass es zu keinem Zeitpunkt konkrete Anklagepunkte gegeben hat und die Kommunikation mit den Ermittlungsbehörden stets offen geblieben sei.
„Dies ist lediglich das Ergebnis einer Berufung in einer Verfahrensangelegenheit, die vor fünf Monaten verhandelt wurde. Wir stehen seitdem in ständigem Kontakt mit der Regierung und verstehen ohne jeden Zweifel, dass die Untersuchung endgültig abgeschlossen ist und nicht zu einer Anklage führen wird“, so Allen.
Die Entscheidung wirft jedoch Fragen auf, da eine Grand Jury zuvor geprüft hatte, ob McMahon möglicherweise gegen das Gesetz verstoßen hat, indem er Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens gegenüber ehemaligen Mitarbeiterinnen vertuschte. Insgesamt zahlte er 10,5 Millionen Dollar an zwei Frauen im Rahmen außergerichtlicher Vergleiche.
Zivilklage bleibt bestehen – juristische Probleme für McMahon noch nicht vorbei
Während McMahon einer strafrechtlichen Anklage entgeht, ist die juristische Auseinandersetzung für ihn noch nicht vorbei. Anfang 2024 hatte die ehemalige WWE-Mitarbeiterin Janel Grant eine Zivilklage gegen ihn, WWE und den ehemaligen Talent-Manager John Laurinaitis eingereicht. Sie wirft McMahon Sexhandel und sexuellen Missbrauch vor. Die Klage wurde Mitte 2024 vorübergehend ausgesetzt, da Bundesermittler Beweise sammelten. Doch im Dezember 2024 wurde sie wieder aufgenommen.
Sollte Grant vor Gericht Erfolg haben, könnten weitere finanzielle und rechtliche Folgen für McMahon drohen. Trotz der Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen bleibt der Fall brisant, und McMahon wird sich weiterhin gegen die Vorwürfe verteidigen müssen.
Kein Freispruch, aber kein Strafverfahren – Was bedeutet das für McMahon?
Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen ein gemischtes Bild. Während das Gericht die Offenlegung geheimer Dokumente erzwingt und McMahon nach wie vor mit einer schweren Zivilklage konfrontiert ist, kann er sich zumindest in einem Punkt sicher sein: Ein Strafprozess gegen ihn wird es nicht geben.
Dennoch wird sein Name weiterhin mit der WWE und den Skandalen um Millionenabfindungen in Verbindung gebracht. Der juristische und finanzielle Schaden könnte noch Jahre nachwirken – vor allem, wenn neue Enthüllungen ans Licht kommen.
Tja hat halt Vorteile wenn der best Buddy Präsident ist und wie soll man das nun verstehen
Und wenn die Ehefrau Bildungsministerin werden soll.